Abschiedspräsentation
des Leistungskurses Deutsch,
Abitur 2000, am 8. Juni
in der Villa Grossner, Hamburg.
Chronologie der Dehmel-Site

Auch wenn es mit der Dehmel-Site noch weiter gehen wird, soll anlässlich der Abschlusspräsentation des bisher entscheidenden Deutsch-Leistungskurses ein kurzer Rückblick über die Entstehung der Website gegeben werden:
Am 21.12.99 wird anlässlich der Eröffnung des Medien-Zentrums im Christianeum die damals noch recht schmale Dehmel-Seite ins Netz gestellt. Ein halbes Jahr später, am 8.6.2000 verabschiedet sich - zumindest als zusammenhängende Gruppe - der Leistungskurs Deutsch, dessen Beiträge den Kernbereich der bisherigen Site ausmachen, mit einer (multimedialen) Theateraufführung zur Jahrhundertwende und einem (be)rauschenden Fest in der Villa Grossner aus den Fin-de-siècle- und Dehmel-Zusammenhängen. Dieser sichtbaren öffentlichen korrespondiert eine verborgene arbeitsintensive Seite: Bereits etliche Kurse hatten sich in den vergangenen Jahren mit Dehmel und Autor(inn)en der Jahrhunderwende beschäftigt, es hatte entsprechende Veranstaltungen im Literarischen Café gegeben, an denen viele beteiligt waren, erwähnt seien von der Seite der Lehrer Ulf Andersen , Rolf Eigenwald, Gunter Hirt, Günter Schäfer, Ulrike Schwarzrock. Von den vielen beteiligten Schülern findet sich heute so mancher Beitrag auf der Site wieder. Weshalb ausgerechnet Richard Dehmel? Einmal ist ein neues Interesse an seinen Schriften und an deren literaturgeschichtlichen Bedeutung zu beobachten; die kleine Dehmel-Ausgabe im Reclam-Verlag ist hier ein Beispiel. Darüberhinaus haben wir es bei ihm und seinem Umfeld aber auch mit einem Stück Hamburger Geschichte zu tun; ein Dehmel lässt sich für uns aufgrund der Materiallage und der Kenntnis bestimmter lokaler Bedingungen wesentlich besser bearbeiten als eine Else Lasker-Schüler oder ein Max Dauthendey oder andere Dehmel-Freunde. Und spätestens hier ist Claus Grossner zu erwähnen, der heutige Eigentümer des Dehmel-Hauses in Blankenese, der als Mäzen manche Traditionsspur der Jahrhundertwende erhalten oder ihren Erhalt gefördert hat: als heutigerMitorganisator des damals von Dehmel initiierten Kleist-Preises, bei der Ersteigerung des Liliencron-Nachlasses im letzten Jahr u.ä. Als ehemaliger Christianeer hat er verschiedene kleinere Dehmel-Projekte angeregt, gefördert oder ermöglicht, z.B. die Literaturrecherche eines Deutsch-Leistungskurses im Dehmel-Haus, die hier mittels einiger Photos erwähnte Website-Präsentation am 8.6. dieses Jahres usw.
Als zweiter Komplex von notwendigen Bedingungen für die Erstellung der Dehmel-Site sind die Diskussionen um das Internet hervorzuheben, die bis in die Anfangsgründe des Literarischen Cafés zurückgehen: Unter Veranstaltungstiteln wie "Cyberspace am Christianeum" wurde seinerzeit, Mitte der Neunziger, darüber gestritten, ob mit dem Aufkommen des WWW der Literatur die Totenglocke läutete. Schon bei diesen Gesprächen war Günter Dunz-Wolff beteiligt, der später dann über seine Firma wichtige technisch-digitale, durch Kritik auch konzeptionelle Hilfestellung, beim Websitebasteln gab. An dieser Stelle soll mit der Skizzierung des Vorlaufes geendet werden, denn es geht hier nicht oder weniger darum, eine Liste mit Danksagungen zu erstellen.
Die öffentliche Aufnahme der Dehmel-Site verlief ab Weihnachten 99 günstig, gleichzeitig wurde sie ständig verbessert und erweitert. Bei der Anmeldung bei Yahoo wurde die Seite gleich "Website des Tages", das Hamburger Abendblatt führte sie auf seiner regelmäßigen Computerseite schön bunt als kulturellen Tipp (14.1.) auf, bei den anderen redaktionell geführten Webkatalogen wurde die Dehmel-Site als zu 100% relevant beurteilt oder schnitt innerhalb des jeweiligen Sterne- oder Punkte-Rankings gut ab; der niedersächsische Bildungsserver Nibis nahm uns Nicht-Niedersachsen als Werkstattbeispiel für den "Literaturatlas Niedersachsen" auf, der das Ergebnis eines vom Kultusministerium organisierten Wettbewerbes sein soll, beim Hamburger Bildungsserver dauerte es etwas länger, bis wir verlinkt waren. Nach der Website-Präsentation am 8.6. berichtete über eben diese die Hamburger Morgenpost in der Pfingstausgabe unter der Rubrik "Stadtgeflüster" usw. Wichtig waren und sind vor allem die Empfehlungen durch die auf Literatur spezialisierten Suchmaschinen wie "Die Leselupe" oder ähnliche Link-Sammlungen und literarisch bedeutsame Sites.