Einführung
Hafen
Auf den Spuren Klopstocks, Liliencrons und Dehmels
Blankenese
Ein Richard-Dehmel-Abend
bei Claus Grossner in Hamburg
am 08.06.00 mit dem LK-Deutsch, Abi 2000

Der Kaiser zu Besuch in Friedrichsruh 1897.

Als die Dehmels nach Hamburg kamen:
Hamburg um und nach 1900.

Der Jurist und Kunstliebhaber Gustav Schiefler (1857 -1935) hat die wohl wichtigste Beschreibung von Hamburgs kulturellem Leben zwischen 1890 und 1920 geliefert. Schiefler engagierte sich auf vielen Gebieten und hat Hamburg kulturelles Leben "unsichtbar mitregiert" (Fritz Schumacher). Seine Hamburgische Kulturgeschichte wurde insgesamt zum ersten Mal 1985 veröffentlicht - und ist inzwischen schon wieder vergriffen. In einer kleinen Ausstellung erinnerte 1999 die Hamburger Staats- und Universitätsbibliothek "Carl von Ossietzky" an ihn.

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Per Mausklick seid Ihr, sind Sie, in Hamburg gelandet. Nach Berlin war es um 1900, genau wie heute, die größte deutsche Stadt. Mit Hilfe der offiziellen Seite der Freien und Hansestadt lässt sich eine Menge über Hamburg in Erfahrung bringen. Hier lassen sich Luftbilder von ganz Hamburg finden, Kameras sind aufzustöbern, die ständig aktualisierte Bilder von zentralen Orten der Stadt auf die Hamburg-Site spielen, es gibt die üblichen Überblicke über kulturelle, wirtschaftliche, sportliche oder politische Veranstaltungen. Hier werden wechselnde historische Ausstellungen gezeigt, meist in Zusammenarbeit mit Hamburger Museen. Im Augenblick werden unter anderem Photos ausgestellt, die die Stadt vor hundert Jahren zeigen. Wer also noch mehr historische Photos von zum Beispiel dem Blankeneser Strandleben sich ansehem möchte, der folge diesem Link, um anschließend auf unsere Site zurückzukehren!
"Um die Mitte der 1890er Jahre sagte einmal Lichtwark in einer Debatte des Clubs von 1894,
von Berlin aus gesehen gleiche Hamburg einem Wasserkopf, einem Gemeinwesen mit einseitig-wirtschaftlich stark entwickeltem Leben ohne geistigen Einschlag; selbst die Talente, welche über die engere Heimat hinaus im Binnenland Anerkennung fänden, führten hier ein Dasein im Verborgenen". So beginnt Gustav Schiefler die Darstellung des literarischen Lebens im Hamburg seiner Zeit. Dies machte allerdings Hamburg auch attraktiv - für Leute wie Ida und Richard Dehmel, die die hektische und überhitzte Atmosphäre Berlins hinter sich lassen wollten. Andere Künstler aus Berlin wechselten zu dieser Zeit in das ruhigere Weimar oder in die anders geartete königlich-bayrische Schwabinger Bohème, denn: "München leuchtete" (Thomas Mann). Für die Dehmels spielte eine Rolle, dass sie die Altonaer und Hamburger Landschaft schätzten, das hohe Elbufer ebenso wie die Heidelandschaft hinter Blankenese. Richard Dehmel hatte seinen guten Freund Detlef von Liliencron in Altona nicht nur besucht, sondern war regelrecht zu ihm geflohen und hatte bei ihm in der Palmaille gewohnt, weil er seine persönlichen Verhältnisse in Berlin nicht mehr ertragen konnte.

Hans W. Fischer
Hamburger Kulturbilderbogen
Eine Kulturgeschichte 1909-1922
Verlag: Dölling und Galitz

Diese Kulturgeschichte von Hamburgs Druchbruch zur Moderne, von dem Feuilletonchef der »Neuen Hamburger Zeitung« 1923 zuerst vorgelegt, wurde 1998 neu herausgegeben und kommentiert von K.U. Scholz, M.Mainholz und R. Schütt. Im ersten Kapitel wird u. a. auf die Rolle eingegangen die Richard Dehmel, Gustav Falke, Otto Ernst und Detlev von Liliencron in Hamburg spielten.